ZEITLINIE

Die ALPA Geschichte

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Seit über 20 Jahren ist die Mittelformat-Fotoplattform ALPA ein Eckpfeiler der High-End-Fotografie. Die Geschichte von ALPA erzählt die Geschichte der neuen ALPA durch die kritischsten Etappen zurück bis zur Gründung der "alten 35 mm Alpa" von Pignongs SA im französischsprachigen Teil of Switzerland im Jahr 1918.

Die Zeitachse

2020

Einführung des HR Alpagon 6,5/138 mm Float. Das erste Großformat Objektiv mit einem floating element und daraus resultierender hervorragender Auflösung über die volle Distanz von fern bis nah.

2020-10
2019

DER ADLER IST GELANDET - SWITAR AUF DEM MOND

20. Juli 1969, 20:17:40 UTC - Genau in diesen Minuten vor 50 Jahren landete das erste bemannte Raumschiff auf der Oberfläche des Mondes. Wenige Stunden später setzte Neil Armstrong als erster Mensch seinen Fuß auf unseren Trabanten. Neben all den bekannten Geschichten ist eine davon fast in Vergessenheit geraten. Der erste Film Objektive hieß Switar und wurde vom Hersteller der berühmten Makro-Switars für das Kleinbild ALPA entwickelt und produziert. ALPA wurde vor 15 Jahren der neue Switar-Markeninhaber. Wir haben also einiges an Krimskrams rund um dieses Ereignis gesammelt. Und jetzt, im Jubiläumsjahr, sind wir besonders stolz, eine neue Linie von High-End cine Objektive unter dem Markennamen Switar vorzustellen.

2019-07
2019

Einführung des ganz neuen ALPA 12 PANO, ein besonderes Projekt für unsere chinesischen Freunde. Das PANO zeichnet sich durch eine erweiterte Horizontalverschiebung aus.

2019-06
2018

POSITIV VON ALLEN SEITEN - EINLEITUNG DER ALPA 12 PLUS

Das Plus hat die perfekte Form. Die Schweizer wissen das und zeigen es als Schweizerkreuz in ihrer Flagge. Man kann es drehen und wenden wie man will - es passt immer. Auch die neue ALPA 12 PLUS kann auf jeder Seite um plus und minus 20 mm verschoben werden. Das Nähen von mehreren Bildern ist ein Kinderspiel. Verschieben Sie ihn nach oben und unten, nach rechts und links. Außerdem ist die neueste Kamera des Schweizer Herstellers ALPA komplett symmetrisch aufgebaut - vorne und hinten. Nicht die Kamera entscheidet, was passt, sondern das fotografische Objekt. Die ALPA 12 PLUS atmet ALPAs Erfahrungen der letzten 12 Jahre mit der XY, MAX und STC. Die PLUS ist die Kamera für Stand- und Bewegtbild - perfekt für viele Aufgaben wie Architekturfotografie, Landschaft, kommerzielle Aufgaben, Studioarbeit und vieles mehr. Allesamt Hochburgen der ALPA Kameras.

2018-10
2018

Verbesserung der Stativreihe ALPA und des Kugelkopfes.

2018-06
2017

Einführung des ALPA Objektiv Moduls für alte ALPA 35 mm Objektive, Start der ALPA Bewegtbildlösungen.

2017-06
2016

Einführung des ALPA GON, des ersten modularen Stativkopfes und weiterer neuer Produkte und Lösungen.

2016-06
2014

Einführung der völlig neuen Adapter zur Steuerung Hasselblad H Objektive und Contax 645.

2014-06
2013

ALPA wurde mit der ALPA 12 FPS für den Designpreis Schweiz 2013/2104 nominiert und gewinnt mit der ALPA 12 FPS den Rado-Innovationspreis: Die Nominierungen für den Designpreis Schweiz 2013/14 stehen fest: Aus rund 300 eingereichten Projekten haben die Nominierungsteams der Jury nun 37 als Kandidaten für die diesjährigen Preisverleihungen empfohlen.

Ihre Auswahl spiegelt zeitgenössische Entwicklungen im Design wider: Projekte im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit sind ebenso vertreten wie Produkte der Investitionsgüterindustrie. Die 12. Preisverleihung des alle zwei Jahre stattfindenden Wettbewerbs findet am Freitag, 1. November 2013, in Langenthal statt.

2013-06
2012

Einführung der ALPA 12 FPS, der elektronisch gesteuerten Schlitzverschlusskamera und Adapter zur Ansteuerung von Canon EF und Nikon PC-E Objektiven, Hasselblad V Objektiv Adapter und Mamiya 645 (man.) Objektiv Adapter.

Zürich, 12. September 2012 - ALPA of Switzerland wird auf der Photokina 2012 (Köln, 17. bis 23. September 2012) sein neuestes Modell vorstellen: den ALPA 12 FPS (Focal Plane Shutter). Mit dem FPS werden neue und unschätzbare fotografische Möglichkeiten Realität. Darüber hinaus erweitert das neue Modell das Potenzial der bestehenden und weiterentwickelten ALPA 12 Plattform massiv. Mit dem FPS öffnet ALPA die Tür in eine neue Dimension: von der modularen Kameraplattform zum offenen Werkzeugkasten. Das ALPA 12 FPS ist ein Shuttermodul, wenn es zusammen mit einer anderen ALPA 12 Kamera eingesetzt wird. Sie ist aber auch eine eigenständige Kamera, wenn sie alleine mit einem Back, einer Objektiv und einem passenden Adapter kombiniert wird. Das eröffnet den Einsatz fabrikneuer oder liebgewonnener Objektive von Dutzenden verschiedener Hersteller optischer Systeme - mit oder ohne Zentralverschluss und mit oder ohne manuelle oder elektronische Blendensteuerung. Dazu kommt die freie Wahl des Formats - nur begrenzt durch die Bildkreise der Objektive und durch die Sensorgrößen.

Natürlich werden nicht alle Objektive mit allen Rücken gleich gut funktionieren. Was aber "gut" und was "weniger gut" ist, ist eine Entscheidung allein für den Fotografen oder, wenn er nach einem Auftrag arbeitet, natürlich auch für den Kunden. Wir sehen darin eine neue Einstellung zu vielen Aspekten der Bildqualität: weg vom unerquicklichen Fraktionalismus und hin zur Akzeptanz von subjektiven Meinungen und Bewertungen. Die ALPA 12 FPS öffnet den Bereich Schieben/Neigen/Schwenken/Sticken in den verschiedensten Varianten und mit dem entsprechenden Zubehör in eine ganz neue Welt, die bisher kaum oder gar nicht möglich war.

Das gesamte System wird durch eine kontinuierlich erweiterbare Firmware in einem Konzept gesteuert, das alle früheren ALPA 12 Modelle, viele Objektive und fast alle in den letzten zehn Jahren produzierten Digitalrückteile umfasst. Damit eröffnet sich eine bisher unbekannte Vielfalt an Möglichkeiten und Kombinationen - ein Werkzeugkasten, den der Anwender nach seinen eigenen Bedürfnissen oder unter Verwendung bereits vorhandener Tools ausstatten und nutzen kann. ALPA freut sich, den interessierten Fotografen auf der Photokina in Köln, Halle 2.1, Stand B21, die erweiterte Plattform ALPA 12 vorzustellen. Verfügbarkeit und Preise der neuen ALPA 12 FPS und des Zubehörs werden nach der Photokina mitgeteilt.

2012-06
2010

Während der Photokina präsentiert ALPA ihr neuestes Modell. Die ALPA 12 STC bietet die unübertroffene Möglichkeit der Freihandfotografie sowie Stitch- oder Shift-Betrieb vom Stativ aus. In Vorwegnahme von Softwarelösungen wie der Trapezkorrektur wie in Phase One's Capture One 6 setzen die Basisbewegungen der STC beim Stitchen vorrangig auf seitliche Verschiebungen. Ein weiterer Meilenstein sind die ALPA HPF-Ringe (High Precision Focusing). Sie ermöglichen eine wesentlich präzisere Fokussierung und erleichtern die Verwendung von hochpräzisen Laser-Distanzmessgeräten. Statt einer logarithmischen Skala unterteilen sie den gesamten Verfahrweg der Helix in stetige 5-Grad-Segmente und zeigen sogar jedes einzelne Grad als Markierung an. Die dritte Neuheit ist die Einführung des ALPA iPhone-Halters. Zusammen mit dem ALPA eFinder wird dieser zu einem sehr individuellen Werkzeug für die Fotografen.

2010-06
2009

ALPA führt ein kostenloses Photoshop®-Plug-in ein, das die Restverzerrung in ALPA Weitwinkel und Standard Objektive behandelt. Das Werkzeug basiert auf photogrammetrischen Prinzipien und dieser Teil wurde zusammen mit dem Institut für Geologische Wissenschaften der Universität Bern entwickelt.

2009-06
2008

Die "Lücke" zwischen der ALPA 12 SWA und der ALPA 12 XY wird durch die neue ALPA 12 MAX geschlossen, die viele der technischen Merkmale der XY mit einer Handhaltevorrichtung durch reduziertes Gewicht und kleinere Abmessungen kombiniert.

2008-06
2007

ALPA 12 METRIC, entwickelt für die Photogrammetrie, wird vorgestellt - eine Spezialkamera auf der Grundlage der ALPA 12 WA. Sie wird ausschließlich auf Anfrage hergestellt. Short Barrel Konzept wird vorgestellt.

2007-06
2007

Die Offene Handelsgesellschaft ALPA Capaul & Weber wurde mit rückwirkender Wirkung zum 1. Januar 2007 in ALPA Capaul & Weber Ltd. umgewandelt.

ALPA lanciert zusammen mit der Universität Bern die erste ALPA Metrik. Dieser Kameratyp wird für photogrammetrische Messungen eingesetzt.

Das ALPA "Short Barrel" Konzept: Die Verkürzung der Objektiv-Platten ("Tönnchen") in den "Short Barrel"-Objektiven um 34 mm ermöglicht die Verwendung des austauschbaren 0°-6° ALPA Tilt-/Schwenkadapters (später 0-12° und andere). Die Beschränkung auf Brennweiten ab 80 mm erlaubt die Konstruktion eines zuverlässigen Schwenk-Neige-Mechanismus und ermöglicht gleichzeitig die wichtigsten mittleren und langen Brennweiten für diesen Zweck. Die "Short Barrel" Objektive erlauben auch die bessere Ausnutzung gegebener Bildkreise. Auch mit langbrennweitigen Objektiven wird es möglich, das volle 6x9-Format ohne Beschnitt zu nutzen.Lange Brennweiten können die wünschenswerte optimale Einheit von Digital- oder Rollfilm-Rückteil, Kamera und Objektiv, und Gewichtsverteilung und Ästhetik bieten.

2007-01
2006

Die Plattform ALPA wird mit der ALPA 12 XY erweitert. Mit dieser ausschließlich auf einem Stativ montierten Kamera sind Einstellungen mit einer Präzision möglich, die mit anderen Konstruktionen einfach nicht möglich waren.

2006-06
2005

ALPA stellt das kleine ALPA 12 TC (Travel Compact) vor und die Konturen einer vernetzten Plattform werden sichtbar. Es wird deutlich, dass die ALPA nicht nur aus ein oder zwei Modellen besteht, sondern als komplettes modulares System konzipiert ist.

2005-06
2004

ALPA einstellbare Digitaladapter eingeführt.

2004-06
2003

Vom 3. Mai 2003 - 31. August 2003 fand eine Sonderausstellung im

Musée Suisse de l'Appareil Photographique
Grande Place 99
CH-1800 Vevey/Schweiz

Telefon +41-21-925 21 40
cameramuseum@vevey.chcameramuseum@vevey.ch
www.cameramuseum.ch

widmet sich einem Testbericht über eine der größten Kameramarken der Welt.

2003-06
2002

Während der Photokina 2002 präsentiert ALPA zwei neue Prototypen: den ALPA 12 ST und ALPA 12 SST.

2002-06
2000

ALPA hat die Auszeichnung Design Distinction in Consumer Products in der Design Review des International Design Magazine erhalten(I.D.® Magazine, 116 East 27th Street, Floor 6, New York, NY 10016, USA).

"... Projekte wie Ihres halten I.D.'s Review an der Spitze..."

"...die Kamera ist an der Spitze des Produktdesigns..."

2000-07
2000

Die kompromisslose Suche nach höchstmöglicher Präzision beginnt sich auszuzahlen. Das Erscheinungsbild von Digitalrückteilen in professioneller Qualität erfordert minimale mechanische Toleranzen - und genau dafür sind die ALPA 12 Kameras von Anfang an konstruiert.

2000-06
2000

Die herausragenden technischen und ästhetischen Eigenschaften der Kamera ALPA triumphieren. ALPA wurde im Wettbewerb Design Innovations (Design Zentrum Nordrhein Westfalen, Essen/Deutschland) mit der höchsten Auszeichnung des Red Dot für höchste Designqualität prämiert.

"... Die Klarheit der Gestaltung setzt sich somit in den Bildern fort. ROTER PUNKT Höchste Gestaltungsqualität für: Innovationsgrad, Funktionalität, formale Qualität, Ergonomie, Langlebigkeit, symbolischer und emotionaler Gehalt, Produktperipherie, Selbsterklärungsqualität...".

2000-05
1998

ALPA kooperiert mit der Seitz Phototechnik AG, Lustdorf/Schweiz, und hat die Anregungen und Wünsche, die bezüglich der 12 Prototypen von ALPA gemacht wurden, in die Realität umgesetzt. Das Resultat all dieser Änderungen sind zwei Produktionsmodelle, die sich von den ursprünglichen Prototypen stark unterscheiden:

- der ALPA 12SWA (UMSCHALTEN/BREITER WINKEL) mit eingebauter Perspektivensteuerung und
- der ALPA 12WA (BREITER WINKEL) ohne Perspektivensteuerung

Auf der Photokina 98 werden die ersten beiden ALPA 12 Modelle gezeigt. Beide waren für das Mittelformat: ALPA 12 WA (Wide Angle) und ALPA 12 SWA (Shift Wide Angle).

1998-06
1996

Capaul & Weber, Zürich, erwerben endlich die weltweiten Rechte am Markennamen ALPA. Ziel des neuen Eigentümers ist es, die mit den klassischen 35-mm-Spiegelreflexkameras ALPA begründete Qualitätstradition fortzusetzen und in den Bereich der Mittelformatkameras einzusteigen. Am 18. April 1996 wurde die Internet-Domain alpa.ch registriert und schon bald ging die erste Website online.

1996-06
1996

Am 29. Februar 1996 erwarb Capaul & Weber, Zürich/Schweiz, vom Konkursverwalter unter einem "vente aux enchères privée" die weltweiten Rechte an dem Markennamen ALPA. Bereits an der Photokina im Herbst 1996 wurden die ersten Prototypen der ALPA 12 der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie waren das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit von Capaul & Weber mit der Seitz Phototechnik AG, Lustdorf/Schweiz. Sowohl am Stand ALPA in Köln als auch in der internationalen Fachpresse stießen diese Prototypen der ersten ALPA für das Mittelformat auf reges Interesse.

1996-06
1990

Das Unternehmen kann nicht mehr mit Herstellern außerhalb Europas konkurrieren. Der tödliche Schlag wird jedoch durch Probleme innerhalb des Unternehmens versetzt. Pignons SA meldet Konkurs an. Das letzte von Pignons SA produzierte Modell ALPA ist das ALPA 11.

1990-06
1990 - 1996

Warum hat der einfache Konkursfall der Pignons SA sechs Jahre gedauert, bis er zu einem Abschluss kam? Wir (Capaul & Weber) haben seit Dezember 1990 versucht, ALPA zu kaufen und waren erst 1996 erfolgreich. Wir wissen immer noch nicht, warum es so lange gedauert hat. Gut informierte Quellen schieben die Schuld nicht allein auf das überlastete Konkursamt. Stattdessen verweisen sie auf die eigentümlichen sozialen, wirtschaftlichen, politischen und sogar religiösen Verwicklungen in dieser eher abgelegenen Ecke der französischen Schweiz. Mehr Informationen zu den 35mm-SLR-ALPAs der nicht mehr existierenden Pignons SA, Ballaigues/Schweiz: www.alpareflex.com

1990-06
1980s

Es scheint, dass in den 80er Jahren, als die professionellen Nikon und Canon F's und die Pentax LX austauschbare Suchersysteme hatten, auch Pignons SA darüber nachdachte, ein neues Profi-Modell mit einer solchen Funktion einzuführen. Als Überbleibsel steht ein nicht funktionsfähiges, solides Metall-Mockup-Exponat in der collection des Schweizer Kameramuseums in Vevey. Ob es geplant war, das neue Projekt "ALPA 12" zu nennen, ist ungewiss. Nur eine - vielleicht später - eingeprägte "12" erinnert daran.

1980-07
1980s

Das Modell 11si von 1976 markierte sowohl den technologischen Höhepunkt als auch den Endpunkt der 24x36mm-SLR-Entwicklung von ALPA . Das in den 1980er Jahren für etwas weniger als 7.000 US-Dollar angebotene ALPA 11si Gold (18 Karat vergoldet, 10 Mikron Schicht) mag zwar einige Sammler von exquisitem Luxus erfreut haben, eine Verfeinerung der Fototechnik war es jedoch nicht. Die Produktion von ALPA 11si-Kameras ging in den 1980er Jahren zurück und erreichte einen Tiefststand von 4 bis 5 pro Monat. Zur gleichen Zeit entwickelte Pignons im Auftrag der zairischen Regierung so exotische Produkte wie eine Spezialkamera für Personalausweise.

Etwas planlos ging auch die Arbeit an einem neuen 24x36mm-SLR-Modell weiter, für das Zeichnungen, Werkzeuge und sogar Prototypen angefertigt worden sein sollen. Der Verbleib dieses Materials ist heute ebenso unklar wie der vieler anderer Teile und Halbfabrikate, die damals von Pignons hergestellt wurden. Ein Filmtransportmotor von beträchtlichem technischen Einfallsreichtum und Interesse soll ein fortgeschrittenes Entwicklungsstadium erreicht haben. Ein neuer vertikal verfahrbarer Metallschlitzverschluss mit Lamellenschlitzverschluss befand sich in der Entwicklung, der Gerüchten zufolge eine brillante Ingenieursleistung gewesen sein soll. Einige dieser Entwicklungen sollen an fernöstliche Käufer verkauft worden sein.

1980-06
1979

In jenem Jahr erschien die ALPA Roto SM60/70, eine einzigartige 360°-Panoramakamera. Der berühmte Schweizer Fotograf Emil Schulthess und der Konstrukteur Hermann Seitz spielten jeweils eine wichtige Rolle bei ihrer Entwicklung. Heute ist die Seitz Roundshot das weltweit führende Instrument seiner Art. Seitz Phototechnik AG, Lustdorf/Schweiz, entwirft und produziert auch die neuen ALPA 12 Weitwinkel-Mittelformat-Kameras.

1979-06
1976

Mit der Einführung des Modells 11si wurden die seit dem Modell 9d verwendeten CdS-Zellen (Cadmium-Sulfid) durch Si-Zellen (Silizium) ersetzt. Der Pignons-Stand auf der Photokina '76 in Köln präsentierte den Besuchern eine weitere Überraschung: eine Kamera aus Japan mit dem Label ALPA : die ALPA Si 2000. Das neue Modell war auf dem Chinon CE II Memotron mit M42-Schraubanschluss aufgebaut. Die Metamorphose von Chinon zu ALPA wurde durch ein paar geschickte Veränderungen am Äußeren der Kamera vollzogen. Geniale Marketingidee oder ein Eigentor gegen das Image einer überlegenen Marke? Auf jeden Fall endete diese Eskapade, als sowohl die Si 2000 als auch ihr Nachfolger, die Si 3000 mit K-Bajonett-Anschluss (eingeführt 1980 und basierend auf der Chinon CE-4), einige Jahre später die Produktion einstellten.

1976-06
1975

Ein örtlicher Pfarrer, Charles-Louis Rochat, war von der Elektronik fasziniert und entwickelte Prototypen eines Belichtungsmessers und einer Steuereinheit für Diaprojektoren. Das Steuergerät ging unter dem Namen Varidia bei Pignons SA in die Serienproduktion.

1975-06
1972

Mit der ALPA 11el kam ein neues Modell mit verbessertem Spiegel und Verschluss auf den Markt.

1972-06
1970

Die Streichholznadel-Belichtungssteuerung wurde ab Modell 11e durch LEDs (lichtemittierende Dioden) ersetzt. Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre beschäftigte Pignons eine Rekordzahl von etwa 70 Mitarbeitern und produzierte monatlich etwa 200 ALPA Kameras. Das war eine enorme Zahl für eine Kamera, die in Handarbeit von Handwerkern hergestellt wurde. Es ist natürlich nur der Output von wenigen Minuten auf einer automatisierten Kamera-Produktionslinie. In jenem Jahr gab Pignons SA endlich ihr ursprüngliches Geschäft der Zulieferung von Teilen für die Uhrenindustrie auf.

1970-06
1968

Die dritte ALPA-Generation erschien: Der neu gestaltete Oberkörper der Modelle mit den Nummern 10 und 11 sah nicht unbedingt schöner aus, aber sie hatten einen gekoppelten Belichtungsmesser. Einige Modelle trugen auch ein Familienwappen, ein Merkmal, das bei einigen beliebter war als bei anderen.

1968-06
1965

Die Produktion der ALPA erreicht 1.300 Kameras pro Jahr, auf deren Rekord ein zunächst langsamer, später aber immer steiler werdender Rückgang folgt.

1965-06
1964

Mit dem Modell 9d ALPA gelang eine technische Meisterleistung: eine der ersten Kameras mit einem TTL-Belichtungsmesser (through-the-Objektiv). Es ist umstritten, welche Kamera die allererste mit diesem technischen Fortschritt war. Ihagee Dresden/Exakta kann auf Patente aus dem Jahr 1939 verweisen, Pentax und Topcon auf Präsentationen von 1960 bzw. 1962. Hinzu kommt die Unterscheidung zwischen der Markteinführung in Europa und in den USA. Auf jeden Fall: ALPA war dort unter den Ersten.

1964-06
1960

Modell 6c führte eine asymmetrische Form der Prismenkopfabdeckung ein, kombiniert mit einem neuen Selen-Belichtungsmesser. Außerdem wurden die Schultern des Oberkörpers, die bisher abgerundet waren, nun eckig neu gestaltet. Erstmals gab es für ALPA auch ein horizontales Einblickokular - bis dahin gab es entweder einen Sucher in Hüfthöhe (ALPA Reflex) oder ein vertikales (Modell 4) bzw. ein Okular mit 45° Einblickwinkel (Modelle Prisma Reflex, 5 und 6 - außer 6c - sowie 7 und 8).

1960-06
1959

Bei den b-Modellen traten erstmals der Schnellrücklaufspiegel und der typische ALPA Filmtransporthebel in Erscheinung. Letzterer musste von vorne nach hinten und nicht wie üblich von hinten nach vorne bedient werden. Diese ungewöhnliche Anordnung vereinfachte die Konstruktion und ermöglichte es dem Benutzer, sein Auge beim Betätigen des Hebels nahe am Okular der Kamera zu halten.

1959-06
1956

Mit Modell 6 wurde ein Splitbild-Entfernungsmesser eingeführt.

1956-06
1952

In diesem Jahr wurde die zweite ALPA-Generation vorgestellt, die von André Cornut entworfen wurde und große technische Fortschritte aufwies: Anstelle der Stahlblechkonstruktion wurde ein neues Gehäuse aus Druckgusslegierung eingeführt sowie die ALPA Bajonettbefestigung Objektiv . Das neue Gehäuse war außerordentlich robust und von bemerkenswerter, rein funktionaler Schönheit. Für viele Ästheten gehören die ALPA Modelle 4, 5, 7 und 8 sowie das frühe Modell 6 zum Besten, was die Kunst der Kameradesigner je hervorgebracht hat.

1952-06
1951

Pignons SA, bzw. ALPA, hat nie eigene Linsen produziert, sondern kauft sie bei den renommiertesten Herstellern ein. Die Liste der Lieferanten liest sich wie das "Who is Who" der Optikfertigung: Angénieux, Asahi, Berthiot, Chinon, Enna, Kilfitt, Kinoptik, Schneider, Yashica, Zoomar, usw. Ab 1951 spielte das 50mm Objektiv MADE IN SWlTZERLAND von Kern Aarau - exklusiv für ALPA gefertigt - eine besondere Rolle. Das in diesem Jahr eingeführte 1:1,8-Switar wurde nach 1958 durch das Makro-Switar mit Visifocus-Schärfentiefenanzeige ersetzt, das wiederum 1968 eine reduzierte größte Blende von 1:1,9 erhielt. Da Kern Aarau alle entsprechenden Werkzeuge weggeworfen hatte, wurde nach 1982 für die letzten Makro-Switars eine Objektiv Montierung von Chinon aus Japan verwendet.

1951-06
1949

Mit der ALPA Prisma Reflex erschien eine der allerersten Objektiv Spiegelreflexkameras mit einem Pentaprisma. Diese Dachkantprismenvorrichtung ergibt durch die Überkreuzung der intern reflektierten Strahlen ein aufrechtes, seitenrichtiges Bild. Das Betrachtungsokular hat einen Bildwinkel von 45º - ein typisches ALPA Merkmal bis zum Modell 6c von 1960.

1949-06
1946

Die Marke ALPA wurde am 19. Februar 1946 in der Schweiz offiziell registriert: <a href="/_files/ALPA_CH-Marke-114673_1946-1966.pdf" target="_blank">Registrierung der Marke ALPA in der Schweiz am 19. Februar 1946</a> (PDF MISSING)

1946-06
1944

In jenem Jahr stellte die Frühjahrsausstellung in Basel, die Mustermesse, den ALPA Reflex endlich einem breiteren Publikum vor. Sie kann zu Recht als das Jahr angesehen werden, in dem ALPA in die exklusive Welt der Spitzenkameras eintrat.

1944-06
1942

Während der Krieg in der ganzen Schweiz wütete, produzierte Pignons SA eine erste Serie von ALPA Spiegelreflexkameras sowie ein Modell, die ALPA Standard, nur mit einem reflexfreien Sucher. Obwohl die Welt zu viele Probleme hatte, um von diesen Premieren viel Notiz zu nehmen, schafften es dennoch einige der neuen Kameras unter den Namen Bolca und Bolsey Reflex in die USA.

1942-06
1933

In jenem Jahr nahm Pignons SA erstmals Kontakt mit dem Konstrukteur Jacques Bolsky auf, der sich zeitweise auch Boolsky oder Bolsey nannte. Er wurde in der Ukraine unter dem Namen Bogopolsky geboren, studierte Medizin in Genf und eröffnete dort 1924 die Firma Bol SA, um seine 35mm-Filmkamera Cinématographe Bol und später seine 16mm-Bolex zu vermarkten. Bis heute ist Bolex ein weltberühmter Name für 8mm- und 16mm-Filmkameras. 1930 übernahm die Paillard SA von Ste-Croix die Bol/Bolex SA und ernannte Bolsky zum technischen Berater der neu geschaffenen Abteilung Ciné-Bolex.

Zehn Jahre später tauschte Bolsky Europa gegen die USA und überließ die (seit 1933 entwickelten) Vorläufer von ALPA der Pignons SA. In den USA hatte Bolsky einigen Erfolg mit den Film- und Fotokameras seiner Bolsey Corp. of America, New York. Die allerersten Bolsey-Kameras wurden von Pignons SA hergestellt, aber bald erschienen neu entwickelte Designs unter dem Namen Bolsey, hergestellt von der Obex Corp. of Long Island, NY. Am 1. Juni 1956 übernahm diese Firma auch die Vermarktung der Produkte der Bolsey Corp.

Jacques Bolsey starb plötzlich am 20. Januar 1962 im Alter von 66 Jahren in den USA. Glücklicherweise wurde die von Bolsky gebotene Chance in Ballaigues ergriffen. Seine Vorschläge beinhalteten die Ausweitung des Unternehmens auf die Herstellung von Fotokameras. Bis in die 1940er Jahre wurden Prototypen und Versuchskameras - teils als Einzelstücke, teils in Kleinserien - unter verschiedenen Bezeichnungen entwickelt: Bolca, Teleflex und Viteflex. Eine Besonderheit, die sich auch in einigen späteren ALPA Kameras wiederfand, war die Kombination des Spiegelreflexprinzips mit einem eingebauten zusätzlichen reflexfreien Sucher.

1933-06
1918

Die Firma Pignons SA im Schweizer Jura wird gegründet. In Übereinstimmung mit der lokalen Tradition konzentriert sich das Unternehmen zunächst auf die Herstellung von Teilen für die Uhrenindustrie.

1918-06